Heimatgruß - Heimatverein-Medicus

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Fachgruppe Heimatgruß


Der aktuelle
Heimatgruß.

Heimatgrüße
von 1964
bis 2010

Der Heimatgruß wird verpackt

Der Heimatgruß
geht auf die Reise.

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Die Leitung des Redaktionsteams hat traditionell der erste Vorstand, das ist aktuell Rolf Karrais. Die anderen Fachbereichsleiter liefern ihre Beiträge bei ihm ab.Die Stadtverwaltung - der Bürgermeister - und die Vereinsvorstände, sowie die Kirchenvertreter liefern ebenfalls ihre Beiträge zum festgelegten Termin. Von der Stadt kommt ein Grußwort des Bürgermeisters, die Geburtstags - Listen, die Tafel der Verstorbenen, die Geburtenliste und die Listen der Eheschließungen. Goldene und diamantene Hochzeiten, goldene und diamantene Konfirmationen werden gemeinsam mit der Stadtverwaltung und der Pressewartin bearbeitet. Alle darüber hinausgehenden Jubiläen werden gesondert behandelt. Die Abgabetermine werden im Amtsblatt veröffentlicht

Zur Geschichte des Heimatgrußes
1964 aus Anlass des 100jährigen Turn- und Heimatfestes hatte Karl Schilling die Idee alle auswärts leben-den Lichtenauer und Ulmer zum Fest – zum Heimatfest - einzuladen. Das war zunächst nur eine Frage der Anschriften, gesammelt haben sie in Lichtenau der Georg Lauppe, in dem er von Haus zu Haus ging, sein Verschen herunter betete und schließlich auf diese Weise zu den Anschriften kam, die zum Teil heute noch in unserer Datei schlummern, wenn auch leider viele inzwischen mit dem Vermerk „verstorben“ versehen sind. Für Ulm leistete diese Arbeit der Josef Hess damals Vorstand der Sängerrunde Ulm, der Hesse-Sepp halt. Auch er hat sich um diese Arbeit verdient gemacht. Also wurden Einladungen an die gesammelten Adressen geschrieben und verschickt.
Wir waren damals nicht schlecht erstaunt, welche Resonanz diese Aktion gehabt hat. Sicher war die Tat-sache, dass es das erste größere Fest war, das Ulmer und Lichtenauer gemeinsam feierten ein wichtiges Kriterium für den großen Zuspruch. Natürlich waren schon lange vorher Ulmer in Lichtenauer Vereinen tätig gewesen, vor allem im Turnverein und im Sportverein und der Musik, aber ein so großes Fest gemeinsam gestalten, unter Mitwirkung fast der ganzen Bevölkerung, das hatte es bis dato noch nicht gegeben. Den Heimatteil des Festzuges haben zu einem nicht unerheblichen Teil die Ulmer gestaltet.

Auf Wunsch der Auswärtigen wurde zum Weihnachtsfest der allererste Heimatgruß verschickt – Weihnach-ten 1964 – verantwortlich zeichneten damals, so steht es jedenfalls unter dem Vorwort, Schilling - Lauppe –Timeus. Natürlich haben die drei den Heimatgruß nicht ganz alleine gemacht, andere Mitglieder des Heimatausschusses haben auch Material zusammengetragen und geschrieben. Einige Vereinsvorstände brachten handgeschriebene Zettel mit ein paar Stichworten und dem Hinweis, „du musst es ja doch abschreiben, dann kannst du es ja auch ausformulieren“. Schreibmaschinen waren in jener Zeit ja noch nicht bei jedem Verein vorhanden.

Karl Schilling hatte damals die Verbindung mit der Druckerei Morstadt in Kehl gehalten und die fertigen Beiträge zum Satz nach Kehl gebracht. Wichtige Anmerkung: Ein Bild in halber Seitengröße des Heimat-grußes, kostete damals 200 DM – kein Wunder also, dass es nur wenige Bilder gab im Anfang. Zum Um-bruch sind wir beide dann gemeinsam nach Kehl gefahren oder haben den Umbruch hier erledigt und Karl hat das Ergebnis wieder nach Kehl gebracht. Druckfahnen zur Korrektur gab es damals noch nicht, das hat der Verlagslektor erledigt, es waren ja auch nur wenige Seiten damals.

Noch ein Wort zu den Adressen – die wurden zunächst in den einzelnen Teilorten jedes Mal neu geschrieben, für Lichtenau hat das Helmut Spengler übernommen und über lange Jahre mit viel Fleiß und Geduld gemacht. Bis wir feststellen mussten, dass viele Auswärtige einen Brief aus Lichtenau und gleichzeitig noch aus einem anderen Teilort erhielten, weil vielleicht der Mann aus Lichtenau, die Frau aus Scherzheim stammte. Diese Fälle konnten nur vermieden werden durch Zusammenfassen der Adressdateien und ausschließen von Doppellieferungen. Da traf es sich ganz gut, dass mittlerweile auch bei uns das Computerzeitalter ausgebrochen war und die gesamten Adressen in einer Datenbank zusammengefasst werden konnten. Die Umschläge gemeinsam zu drucken war dann kein Thema mehr.

1981 wurde der letzte Heimatgruß in Kehl gedruckt. Ich war damals beruflich sehr eingespannt so dass ich darum bat, dass ein anderer meine Arbeit übernehmen solle. Knut Schilling hat es für zwei Jahre getan und das mit Erfolg. Er hat die Druckerei gewechselt und damit auch einige gestalterische Änderungen eingebracht, die bis zum Jahr 1988 in ähnlicher Form das Aussehen des Heimatgrußes bestimmt haben.

Leider ist 1984 Karl Schilling gestorben. Neue Obmänner des Heimatausschusses wurden Friedrich Stengel und ich. Karl Schilling hatte sich vor seinem Tode noch für die Erhaltung von Zeugen der Vergangenheit engagiert, im Blickpunkt lag die Streckturmruine. Fritz Stengel Liesbeth Lauppe haben sich jetzt für die Streckturmruine stark gemacht. Fritz hatte ja in dieser Zeit immer wieder für die Einrichtung einer „heimatgeschichtlichen Sammlung“ geworben, aber die Stadt sah sich außer Stande sich hier zu engagieren und uns entsprechende Räumlichkeiten zur Verfügung zu stellen, also mussten wir selbst versuchen etwas auf die Beine zu stellen. Um das zu tun, eventuell ein Gebäude kaufen zu können und es als Museum auszubauen, mussten wir aber erst rechtsfähig werden und einen selbständigen Verein gründen. So entstand 1986 der Heimatverein Medicus e.V. als gemeinnütziger Verein.

Aber unser Thema ist der Heimatgruß und der wurde als eine wichtige Aufgabe des Heimatvereins weiter-geführt. Inzwischen hatte in den Druckereien der Computer Einzug gehalten. Bilder mussten fortan nicht mehr erst in die Klischeeanstalt und für viel Geld druckfähig gemacht werden, das übernahm der Compu-ter. Aber auch die Druckereien mussten erst den Umgang mit dem Kollegen Computer lernen, viele Bilder, die schlecht bearbeitet oder einfach beim Übertragen auf die Folie unter- oder überbelichtet wurden zeugen noch davon.  Die Druckerei haben wir übrigens 1985 wieder gewechselt, weil die neue Druckerei – Naber und Rogge – ganz in der Nähe und auch noch nach Feierabend erreichbar war. Das war für mich eine wichtige Voraussetzung dafür, dass ich bei der Gestaltung des Heimatgrußes wieder mitmachen konnte. Der Heimatgruß wurde von Jahr zu Jahr immer fülliger und erreichte 1988 zum ersten Mal eine Stärke von 100 Seiten.

Ein großes Problem war das Porto, das vom Gewicht abhängig war, so mussten wir immer prüfen ob wir noch unter dem Limit lagen oder nicht, deshalb waren die Umschlagseiten auch aus so dünnem Papier. Das  änderte sich erst 1987. Das Gewichtslimit für das Porto hatte sich nach oben bewegt und wir konnten wieder bessere technische Qualität liefern. Vor diesem Hintergrund hatten wir 1989 zum 25-jährigen einen ersten Schritt in Richtung Farbe unternommen. Der Umschlag wurde in Farbe gedruckt er zeigte auf der Vorderseite die 5 Rathäuser unserer Stadt, die Rückseite zierte jetzt jährlich ein anderes Motiv aus unserem Stadtgebiet Die Firma Naber und Rogge druckte den Heimatgruß bis zu Jahr 2000 mit Ausnahme der Jahrgänge  1990 und 1991, die von der Druckerei Schoog im Neudörfel gedruckt wurden. Sehr glücklich waren wir mit der Bildqualität nicht, die Bilder waren entweder flau oder unscharf oder gar beides. Das besserte sich in den Folgejahren wieder etwas, aber von einer nach heutigen Maßstäben professionellen Bildbearbeitung waren wir noch meilenweit entfernt. Erst im Jahre 2000, als wir auch aus Kostengründen die Bildbearbeitung selbst übernommen haben wurde das langsam besser, es gab inzwischen auch recht gute Programme dazu. Es war das erste Jahr, in dem aus Anlass des Jubiläums „700 Jahre Stadtrecht in Lichtenau“ der Heimatgruß in Farbe erschien.

Das Büchlein war, wie ich meine gut gelungen. Leider war die Sache recht teuer, sodass Alternativen über-legt werden mussten. Es blieb, wenn wir farbig drucken wollten, nichts übrig als neben der Bildbearbeitung auch den kompletten Satz selbst zu machen. Dazu habe ich mir Software beschafft – auf eigene Kosten versteht sich – und den ganzen Heimatgruß auf einer CD (Computer to plate ) geliefert. Damit entfielen bei der Druckerei die Satzkosten, Lektorenkosten usw. und unser Heimatgruß blieb bezahlbar und vor allem farbig bei einem Umfang von 152 Seiten.

Im Jahre 2002 erlebten wir einen Rückschlag beim Farbdruck. Um nämlich die Farben im Vierfarbdruck richtig darstellen zu können, muss man bei der Herstellung der Farbauszüge ein sogenanntes Farbmanagement zwischenschalten, das Rücksicht nimmt auf die Gegebenheiten technischer Geräte, die die Druckerei benutzt um aus dem elektronisch zur Verfügung gestellten Digitalbild ein brauchbares fotografisches Abbild zu machen. Dies wurde von der Druckerei leider vergessen.
Heute ist das Standart und bei den Druckereien selbstverständlich, am Anfang war der Vierfarbdruck sehr aufwändig und auch teuer.

Der Gruß 2003 ist, so darf ich wohl sagen, technisch einwandfrei gelungen. Der Preis war auch wegen der Panne im Jahr zuvor ohne Aufschlag geblieben. Die Bilder, von denen die meisten Elke Liedtke seit Jahren beisteuerte sind in ausgezeichneter Qualität wiedergegeben. Die Textbeiträge von denen viele auch von Elke direkt oder indirekt aus der Zeitung stammen, mussten oft so manipuliert werden, dass die angestrebte Seitenzahl eingehalten werden konnte. Wenn man oft in letzter Minute noch Beiträge von externen Autoren bekommt, deren Länge nicht bekannt ist, muss man manchmal eigene Beiträge kürzen oder ganz entfallen lassen, so fiel neben anderem im Heimatgruß 2003 auch ein Beitrag zum 260 Geburtstag von Heinrich Medicus dem Rotstift zum Opfer.  Natürlich gab es auch einige Druckfehler – ein Komma zuviel oder zuwenig – wie über die ganzen vergangenen Jahre auch, aber das ist halt der Preis den man für Laienarbeit zahlen muss.

Zum Schluss, meine Damen und Herren,  möchte ich allen denen recht herzlich danken, die mir über die vielen Jahre hinweg geholfen haben und zur Seite gestanden sind wenn sie gebraucht wurden, allen voran Kuno Ruschmann, der über viele Jahre die Vereinsbeiträge bearbeitete und all den vielen hier nicht genannten, sie sind dennoch nicht vergessen, aber ganz besonders meiner Frau, die viele, viele Stunden auf mich verzichten musste, sei es früher als ich die Beiträge meist in der Nacht mit meiner Reiseschreibmaschine abgeschrieben oder redigiert habe oder in den letzten Jahren meiner Amtszeit, in denen ich viele Stunden am Computer verbrachte.

Ernst Decker

 
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